Jeder Auswanderer entscheidet nicht eben so mal, in ein fernes Land zu ziehen um dort ein neues Leben zu starten. Normalerweise wird diese Entscheidung eher langsam getroffen und vorallem gut durchdacht. Jeder Schritt in der Vorbereitung kann später über das Gelingen oder Scheitern der Auswanderung entscheiden.

Checkliste Auswandern – was sollte man mindestens für eine Auswanderung bedenken

  • Sprache: sofern man in ein Land auswandert in dem nicht die gleiche Sprache wie in seiner Heimat gesprochen wird, sollte man sich so früh wie möglich die Sprache des Auswanderungsziels aneignen. Eines gilt für jeden Auswanderer, wer die Sprache spricht ist klar im Vorteil und hat 50% der erfolgreichen Auswanderung bereits hinter sich.
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  • Visa: Leider machen es einem die verschiedensten Länder nicht ganz so einfach ein neuer Bewohner des Landes zu werden. Viele Auswanderungen scheittern an den seltsamen Regelungen oder der Vergabe der Visa. Die Greencard Lotterie in den USA ist zum Beispiel reine Glücksache. Wer Pech hat, dem ist es auf legalem Weg nicht Möglich in das Land einzuwandern. Ausgenommen Investoren, die in jedem Land klar die besseren Karten haben.
  • Dokumente: Neben einem gültigem Reisepass und Personalausweis ist es auch ganz wichtig gerade bei allen anfänglichen Behördengängen sich so gut wie möglich ausweisen zu können. Von der Geburtsurkunde bis zur Heiratsurkunde, all diese Dokumente zeigen ein Stück ihres vergangenen Lebens und helfen den ausländischen Behörden sie besser einschätzen zu können.
  • Geld: Wer glaubt das eine Auswanderung billig ist, der hat sich sehr geirrt und sollte den Schritt besser nicht wagen. Viele Auswanderer sind geblendet von einem guten Jobangebot mit einem höheren Verdienst im Auswanderungsland, doch vergessen sie hier nicht, das sie noch nicht wissen, wie hoch die Lebenserhaltungskosten im Land seiner Wahl sind. Sie können – auch wenn sie bereits 10 Mal dort im Urlaub waren – nicht wirklich einschätzen, was an Kosten anfallen. Vorallem bei Firmengründungen, Anmeldungen und Behördenwegen gibt es immer wieder Fallen und Kosten, auf die Auswanderer nicht gut genug vorbereitet sind. Grundsätzlich gilt die Regel: In der Zeit vor einer Auswanderung sollte man sich wie bei einer Firmengründung eine Finanz und Business Plan anlegen und genau kalkulieren, was wieviel Geld kostet, welche Fixkosten sich ergeben und gebraucht werden. Sie sollten diesen Plan einerseits für die ersten 6 Monate als auch für die ersten 3 Jahre aufstellen. Auswanderer mit denen wir gesprochen haben, gaben uns diesen Tipp, und wie man hier liest, geht es ihnen immer noch gut.
  • Ärzte-Check: Eine Auswanderung muss nicht nur gut geplant sein, sondern ist auch für den Körper eine Torture. Umstellung des Klima, eine andere Zeitzone, ein anderer Tagesablauf – das alles schwächt den Körper. Darum sollten sie sich auf alle Fälle vor der Auswanderung noch ordentlich durchchecken lassen. Sie wissen nie zum Beispiel wenn sie wieder zu einem Zahnarzt mit den Qualifikation und Fähigkeiten die sie gewohnt sind kommen. Erkundigen sie sich auch über etwaige Impfungen bzw. Impfprogramme, die sie vielleicht für eine Auswanderung in ihr Land der Auswanderung notwendig sind. Hier ist Achtung geboten, eine Impfung schwächt den Körper ebenfalls sehr.
  • Umzug mit Container oder Neustart. Je nachdem wie ihr Budget aussieht sollten sie darüber nachdenken, ob sie ihre Güter zu Geld machen und das Geld im Auswanderungsland dann wiederum für Möbel, Auto, etc einsetzen, oder ob sie ihre Möbel und Dinge ins Auswanderungsland mitnehmen. Im Endeffekt ist es eine Entscheidung die man Treffen muss. Je mehr Wurzeln sie zurücklassen um so schwerer fällt ihnen der Abschied, aber desto besser werden sie am Ende loslassen und neustarten können.
  • Job: Haben Sie oder Ihr Partner schon eine Arbeitsstelle in ihrem Auswanderungsland? Wenn ja, ist das sehr gut. Viele Auswanderer glauben nämlich fäschlicherweise, das im Ausland genau diese Facharbeiterposition auf die Auswanderung wartet, bzw. es in der Branche in der Sie arbeiten ein Mangel vorherrscht. Viele bedenken nicht, das die dort ansäßige Bevölkerung und Einwohner bis dato auch ohne Ihre Leistungen zurecht gekommen sind. Plant man einen so entscheidenden Schritt sollte man sich entweder auf die Kamera und deren Einschüchterung durch eine TV Sendung verlassen, oder sonst ohne Kamera sehr gewissenhaft auf sein Bauchgefühl hören. Gut ist auch immer eine schriftliche Zusage, auch wenn dies zumeist nicht möglich ist.

Sollten sie noch eine Punkt vermissen, dann sagen sie uns Bescheid. Diese Punkte wurden uns bei allen Interviews mit befreundeten Auswanderern als die Wichtigsten genannt.

Bitte beachten Sie, auch wenn Sie alle Punkte dieser kurzen Checkliste erfüllen, sind Sie noch lange nicht auf der sicheren Seite und die Auswanderung noch lange nicht erfolgreich. Diese Liste dient lediglich als Ratgeber und Wegweiser und verspricht keine Erfolgsgarantie.