Eine aktuelle Statistik relativiert das Bild von der deutschen Zuwanderung nach Österreich, wie es oft im Zuge der Zugangsbeschränkungen auf den österreichischen Unis scheint. Im Vorjahr sind nämlich mehr Österreicher (18.000) nach Deutschland ausgewandert als Deutsche nach Österreich (11.800), meldet das Münchner Nachrichtenmagazin “Focus” am Samstag unter Berufung auf das deutsche Statistische Bundesamt.
Österreich liegt bei den beliebtesten Destinationen auswanderungswilliger Deutscher an vierter Stelle hinter der Schweiz (24.600), den USA (13.400) und Polen (12.000). Insgesamt verließen im Vorjahr 155.000 Deutsche ihre Heimat.
Der Wanderungssaldo war für Deutschland zum zweiten Mal in Folge negativ: Während im vergangenen Jahr 721.000 Menschen nach Deutschland einwanderten, wurde es von 734.000 Menschen verlassen.
Die meisten Einwanderer kamen aus Polen (123.000), Rumänien (56.000), der Türkei (30.000), Bulgarien (29.000), Ungarn (26.000), Frankreich und Spanien (je 20.000), Russland (19.000) und Österreich (18.000). Der Großteil der Zuwanderer kommt nur für eine begrenzte Zeit zum Arbeiten nach Deutschland und zieht dann wieder weg.
Zu dieser Gruppe gehören auch 23.000 Österreicher.
(Quelle: Focus, derStandard.at)






